|
„Eindrücke zum Tag des Theaters am Bertolt-Brecht-Gymnasium“ Am Donnerstag, dem 3.6.2010, fand von 14 – 18 Uhr in unserer Schule ein Theater-Marathon statt: Die Schüler der 11. und 12. Klassen der Kurse Darstellendes Spiel zeigten fünf Inszenierungen. Die Eröffnung fand auf dem Schulhof mit dem Maskenspiel „Nicht von dieser Welt“ statt, wo dem Zuschauer eine Sommergeschichte präsentiert wurde. Die Schulhofbäume verwandelten sich in einen Olivenhain, in dem sich die Maskentypen sehr plastisch unter Einspielung von Musik darstellten. Diesem Spiel schloss sich der postdramatische Versuch „Ich bin hässlich“ an, der von dem 12er Jahrgang unternommen wurde. Jedem von uns ist der Schönheitswahn bekannt, den die Spieler in ihrem Stück entlarven und anprangern, indem sie diesem spielerisch freudig und sprachlich überzeugend nachgehen. Als dritte Aufführung war Commedia dell’Arte zu sehen, die den Titel „Wenn Vier sich streiten, freut sich der Fünfte“ trägt, zu sehen. Die einzelnen Typen wie Pantalone, Dottore, Brighella u. a. wurden durch die Halbmasken, den Gang und den Gestus klar gezeichnet und kraftvoll gespielt. Amüsiert folgten die Zuschauer der Wette, wer denn nun Ardelia für sich gewinnen wird. Ganz anders angelegt war die dann folgende Inszenierung, die sich in Form einer Collage mit einer Kurzgeschichte auseinandergesetzt hat: Den 100%igen Partner zu finden ist schon ein großes Glück, aber diesen dann zu halten, ist die große Kunst. Die Spieler haben sowohl eigene Texte als auch Gedichte in ihren Beitrag integriert. Den anspruchsvollen Abschluss des Theaternachmittages bildete das epische Schultheater „Von der Unverträglichkeit dieser Welt“. Mit einem sehr variablen Bühnenbild in Form von Kartons, gesplitteten Figuren und einem verständlichen Text warteten die Schüler der 12. Klasse auf. Somit konnte das Publikum einem abwechslungsreichen, unterhaltsamen und amüsanten Programm folgen. Sybille Zumach und Sybille Leimbach, Lehrerinnen unserer Schule, meinten: „Es ist immer wieder erstaunlich und bewundernswert, zu welchen Höchstleistungen Schüler auflaufen, um ihre Rollen mit Herzblut darzustellen. Wir sind begeistert, bei diesen Aktionen auch andere Facetten unserer Schüler zu entdecken. Für uns ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie aus Textvorlagen eigene Inszenierungen entstehen.“ Vier der fünf Inszenierungen sind auch bei den Schultheatertagen zu sehen, so ergibt sich die Möglichkeit, noch einmal Brechtsche Theaterluft zu schnuppern.
Karin Alsdorf und Heike Schade
|